Das Marktforschungsunternehmens Konzept & Analyse aus Nürnberg hat 400 Verbraucher befragt und interessante Erkenntnisse zum Kaufverhalten der Bundesbürger herausgefunden. Demnach ist für 39% der Markenname und das Design entscheidend, wenn es um den Kauf eines neuen Handys geht. Erst an zweiter Stelle stehen die Funktionen des Gerätes. Sogar noch weniger wichtig ist der Preis mit oder ohne Vertrag.
Eine weitere interessante Erkenntnis ist, dass die Faktoren einer Kaufentscheidung sich nach dem Geschlecht unterscheiden. 41% der Frauen sind Marke und Optik wichtig. Dies gilt jedoch nur für 36% der Männer. Diese begründen erwartungsgemäß ihre Entscheidung ein Handy zu kaufen eher mit der technischen Ausstattung des Handys. Immerhin 35% von ihnen können sich für das Innenleben eines Mobiltelefons begeistern, während dies nur auf 28% der Frauen zutrifft.
Die Bereitschaft ein neues Handy nach der Marke und nach dem Aussehen auszuwählen, ist bei Jugendlichen deutlich ausgeprägter als bei älteren Altersgruppen. So trifft mehr als Hälfte der 14- bis 17-Jährigen ihre Kaufentscheidung aufgrund dieser beiden Faktoren. Den Befragten über 60 Jahre entscheidet dagegen vor allem die Funktionalität beziehungsweise eine möglichst unkomplizierte Handhabung über den Kauf.
Ralph Ohnemus, Vorstandsvorsitzender von Konzept & Analyse, zieht ein für viele Hersteller ernüchterndes Fazit: "Es zeigt sich, dass die Ausstattungsschlachten, die sich Samsung und Nokia liefern, viele Käufer nicht erreichen. Geradezu genial erscheint dagegen der Weg von Apple: lieber ein Handy für alle, als viele Handys für wenige. Auch BlackBerry ist es bisher gelungen, seine Kunden vor zu hoher Entscheidungskomplexität zu bewahren."