Mit dem Symbos_Cardtrp.A haben Spezialisten von Trend Micro den ersten Handy-Wurm entdeckt, der sich nicht nur auf eine Plattform beschränkt. Der Virus befällt Symbian-Handys der Series 60 und kann sich über Speicherkarten, die in einen Desktop-PC eingesteckt werden, auf den Computer übertragen. Bisher ist die MalWare noch nicht weit verbreitet, was auch nicht unbedingt geschehen wird, aber dennoch ist der Symbos_Cardtrp.A von großem Interesse.
Der Symbos_Cardtrp.A verbreitet sich auf Symbian Series 60-Mobiltelefonen über Bluetooth. Auf betroffenen Geräten befällt er Anwendungen und sorgt dafür, dass diese Programme nicht mehr ordnungsgemäß ablaufen. Außerdem kann der Symbian-Wurm Daten, die auf einer eingesteckten Speicherkarte sind, verfälschen und einen Windows-PC infizieren sobald die Karte in diesen eingesteckt wird.
Um eine Speicherkarte zu infizieren, werden vier Dateien auf dem Medium gespeichert. Die Datei fsb.exe, die das System kompromittieren und Passwörter stehlen soll und autorun.inf, die dafür sorgt, dass die fsb.exe-Datei automatisch ausgeführt wird. Außerdem schreibt der Symbos_Cardtrp.A noch die Datei System.de, die den Wurm enthält, auf den Datenträger und die Datei buburuz.ICO.
Entdeckt wurde der Virus von Spezialisten von Trend Micro. Obwohl er bisher noch nicht weit verbreitet ist, wird er als sehr gefährlich eingestuft, da er sich nicht nur auf eine Plattform beschränkt wie die bisherigen Handy-Viren. Um sich gegen den Symbos_Cardtrp.A zu schützen, sollten Besitzer eines Symbian Series 60-Handys die Bluetooth-Schnittstelle stets deaktivieren, wenn sie nicht genutzt wird. Besonders bei Ansammlungen von großen Menschenmengen besteht die Gefahr, wie zum Beispiel in Sportstadien. Bei der Leichtathletik-WM in diesem Jahr hat sich ein Handy-Virus über Bluetooth extrem ausgebreitet. Ursache dafür sind lediglich die unvorsichtigen Handy-Nutzer. Im Internet gibt es Antiviren-Programme, die Besitzer von Symbian Series 60 oder UIG Handys vor Viren und anderer MalWare schützen.